Konstruierte Natur - Ausstellung

Kultur Neu Eintritt frei

Die Ausstellung geht der Frage nach, wo Natur aufhört und Kultur beginnt. Natur gilt oft als Gegenpol zur Kultur, als ursprünglich und unberührt. Doch diese Trennung greift zu kurz: Natur wird heute beobachtet, vermessen, genutzt, geschützt, bedroht und inszeniert. Sie erscheint nicht mehr als unmittelbare Gegebenheit, sondern befindet sich in einem Zustand ständiger Vermittlung. Hier setzt „Konstruierte Natur" an.

  • Dana Meyer: Ihre Stahlskulpturen verbinden Härte mit lebendiger Spannung und zeigen das Tier als Gegenüber.
  • Nelly Schmücking: Ihre Arbeiten verdichten anatomische Präzision zu einem ästhetischen „Äquivalent" des Tieres.
  • Matthias Garff: Er erschafft aus Fundstücken fragile, eindringliche Kreaturen einer vom Menschen geprägten Umwelt.

Der Ausstellungsort Bad Ischl verstärkt diese Fragestellung. Das landschaftlich idyllische Salzkammergut ist zugleich Natur- und Kulturraum, historisch geprägt durch Nutzung, Ästhetisierung und Aneignung, sichtbar etwa in der Kaiservilla mit ihren Jagdtrophäen. Natur erscheint hier immer auch als gestaltete und interpretierte Wirklichkeit. So entsteht ein Raum, in dem sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier neu verhandelt. „Konstruierte Natur" zeigt: Natur ist keine Gegenwelt außerhalb von uns, sondern immer Teil eines kulturellen Gefüges – und damit auch Ausdruck unserer Verantwortung für die Welt, die wir mitgestalten.

  • Laufzeit: 11.06.–31.10.2026
  • Ort: Kaiserliche Stallungen, Bad Ischl (Zugang über Götz-Straße)
  • Kuratorinnenführung: mit Sara Tröster Klemm, Do 11.06.2026 um 16:00 Uhr und Sa 31.10.2026 um 16:00 Uhr

Zusammenfassung erstellt mit künstlicher Intelligenz

Quelle: bad-ischl.ooe.gv.at

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